DAZN kündigen: Schritt für Schritt zum Ausstieg

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DAZN kündigen: Wann es sich lohnt und wie der Ausstieg gelingt

Wer sein DAZN-Abo beenden will, hat in den meisten Fällen drei Wege zur Auswahl: direkt im Online-Konto auf der DAZN-Webseite, per E-Mail an den Kundenservice oder schriftlich per Brief. Welcher Weg funktioniert, hängt vom gebuchten Tarif, vom Zahlungsweg und davon ab, über welchen Anbieter das Abo ursprünglich abgeschlossen wurde. Wer das Abo über Apple, Google oder Amazon gebucht hat, muss zwingend über den jeweiligen Store kündigen, sonst bleibt das Abo aktiv und der nächste Abrechnungszeitraum wird ausgelöst.

Der wichtigste Punkt vor jeder Kündigung: die eigene Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist prüfen. Beim Monatsabo endet das Abo in der Regel zum Ende des bereits bezahlten Monats, wenn spätestens sieben Tage vor dem nächsten Abrechnungszeitraum gekündigt wird. Beim Jahresabo läuft die Frist meist deutlich früher ab, oft 30 oder 60 Tage vor dem Ende der zwölf Monate. Wer diese Frist verpasst, zahlt ein weiteres Jahr, weil sich der Vertrag automatisch verlängert. Eine kurze Kontrolle im eigenen Konto unter “Mein Abonnement” oder “Abrechnung” zeigt sofort, welche Variante vorliegt, und nennt das exakte Enddatum der aktuellen Laufzeit.

Die drei Standardwege zur Kündigung im Überblick

DAZN akzeptiert Kündigungen über mehrere Kanäle. Damit das Abo wirklich ruht, sollte der gewählte Weg zur eigenen Vertragssituation passen und eine Bestätigung aufbewahrt werden.

  • Kündigung im Online-Konto: Der schnellste Weg. Unter “Mein Konto” “Mitgliedschaft” “Abo kündigen” lässt sich der Ausstieg mit wenigen Klicks anstoßen. Am Ende erscheint eine Bestätigungs-E-Mail mit dem Wirksamkeitsdatum, das sich später auch im Kontoprofil nachlesen lässt.
  • Kündigung per E-Mail: Wer keinen Online-Zugang mehr hat, kann an den DAZN-Support schreiben. Wichtig sind Name, Geburtsdatum, Registrierungs-E-Mail und der ausdrückliche Wunsch, das Abo zum nächstmöglichen Termin zu beenden. Eine kurze Angabe zur Vertragsnummer beschleunigt die Bearbeitung.
  • Kündigung per Brief oder Fax: Funktioniert ebenfalls, dauert aber länger. Der Brief sollte die gleichen Angaben enthalten wie die E-Mail und vor allem das Datum des Poststempels, falls es Streit über den Eingang gibt. Wer auf Nummer sicher gehen will, schickt den Brief per Einschreiben mit Einwurfschein.

Bei allen drei Wegen gilt: Bestätigung sichern. Eine E-Mail mit Bestätigung, ein Screenshot der Status-Seite im Konto oder der Einwurfschein der Post reichen in der Regel aus, um späteren Streit über den Kündigungszeitpunkt zu vermeiden. Wer keine Bestätigung erhält, sollte nach 48 Stunden erneut nachhaken.

Kündigungsfristen bei Monats- und Jahresabo

Die Frist hängt direkt vom Vertragstyp ab. Wer die falsche Frist ansetzt, läuft Gefahr, dass das Abo weiterläuft und eine neue Abrechnung ausgelöst wird.

Vertragstyp Laufzeit Typische Kündigungsfrist Wirksamkeit
Monatsabo 30 Tage, automatische Verlängerung 7 Tage vor Ablauf des aktuellen Monats Zum Ende des bereits bezahlten Monats
Jahresabo 12 Monate, automatische Verlängerung 30 Tage vor Ablauf des Jahres (je nach Abo bis 60 Tage) Zum Ende des bezahlten Jahreszeitraums
Probeabo / Aktionsabo Meist 1 Monat Bis 24 oder 48 Stunden vor Ablauf des Probezeitraums Sofort nach Ablauf, keine Verlängerung
Store-Abo (Apple/Google/Amazon) Monatlich oder jährlich Über den Store, Fristen entsprechen den Store-Bedingungen Wie im Store hinterlegt

Diese Werte sind typische Richtwerte, die in den allgemeinen Geschäftsbedingungen von DAZN hinterlegt sind. Der exakte Wert steht im eigenen Konto unter “Mein Abo” und in der Bestätigungs-Mail nach Vertragsabschluss. Bei Unsicherheit liefert ein Blick in dieses Dokument mehr Sicherheit als jede pauschale Aussage, weil DAZN die Fristen in Aktionszeiträumen gelegentlich anpasst.

Schritt für Schritt: DAZN online im Konto kündigen

Der Online-Weg ist für die meisten Nutzer der schnellste. Er funktioniert am Computer oder in der App, sofern der Account nicht ausschließlich über einen Drittanbieter läuft.

  1. Auf dazn.com mit den Zugangsdaten anmelden.
  2. Oben rechts auf das Profil-Symbol klicken und “Mein Konto” öffnen.
  3. Den Bereich “Mitgliedschaft” oder “Abonnement” wählen.
  4. Auf “Abo kündigen” oder “Mitgliedschaft beenden” klicken.
  5. Den Grund für die Kündigung angeben, falls DAZN ein Feedback-Fenster einblendet. Das Feld ist optional, ein Häkchen oder Dropdown reicht.
  6. Die Bestätigung abwarten. Eine E-Mail mit dem Wirksamkeitsdatum geht an die hinterlegte Adresse.

Wer am Ende des Vorgangs kein eindeutiges Enddatum sieht, sollte den Status nach 24 Stunden erneut prüfen. Manche Konten zeigen das Wirksamkeitsdatum erst nach der finalen Verarbeitung an, weil die Kündigung in den Systemen von DAZN zunächst gegen die gespeicherten Laufzeiten geprüft wird. Taucht das Datum nach 48 Stunden immer noch nicht auf, hilft eine kurze E-Mail an den Support mit Verweis auf den Online-Vorgang.

Sonderfälle: Abo über Apple, Google oder Amazon kündigen

Ein häufiger Stolperstein sind Drittanbieter-Abos. Wer DAZN zuerst im iPhone-App-Store, im Google Play Store oder über Amazon-Kanäle gebucht hat, kann das Abo nicht direkt bei DAZN beenden. In diesen Fällen läuft die Abrechnung über den Store, und nur dort lässt sich das Abo deaktivieren.

Plattform Wo wird gekündigt? Gerätepfad
Apple (iOS / App Store) iPhone, iPad, Mac oder Apple-ID im Web Einstellungen Apple-ID Abonnements DAZN Abo kündigen
Google (Android / Play Store) Android-Gerät oder Google-Konto im Browser Play Store Zahlungen und Abos Abos DAZN Kündigen
Amazon (Fire TV, Prime-Vertrieb) Amazon-Konto im Browser oder in der App Konto Meine Abos DAZN Abo beenden
Drittanbieter über Mobilfunkanbieter Kundenportal des Mobilfunkanbieters Provider-Login Zusatzdienste DAZN verwalten

Wer in diesen Fällen trotzdem eine E-Mail an DAZN schickt, wird in der Regel zurück an den Store verwiesen. Das Abo bleibt sonst aktiv, weil der Vertragspartner Apple, Google oder Amazon ist und nicht DAZN selbst. Wer sich unsicher ist, über welchen Weg das Abo läuft, findet den Zahlungsweg in der gleichen Bestätigungs-Mail, die nach der ersten Buchung verschickt wurde. Steht dort “Apple”, “Google” oder “Amazon” als Zahlungsempfänger, ist der Store zuständig.

Was nach der Kündigung mit dem Zugang passiert

Bis zum Wirksamkeitsdatum bleibt der Zugang in vollem Umfang bestehen. Das bedeutet: Wer am 10. Mai kündigt und das Abo bis Ende Mai bezahlt hat, kann bis einschließlich 31. Mai alle Inhalte streamen, also Live-Spiele, Aufzeichnungen und Re-Lays. Erst danach wird der Account auf den kostenlosen DAZN-Status zurückgesetzt, falls ein solcher im jeweiligen Markt angeboten wird. In einigen Regionen ist nach Ablauf des bezahlten Zeitraums kein Free-Tier verfügbar, dann endet der Zugang vollständig.

  • Offene Inhalte: Bis zum Wirksamkeitsdatum lassen sich laufende Streams und Aufnahmen weiter nutzen. Wer mehrere Spiele in der Bibliothek gespeichert hat, sollte sie rechtzeitig schauen.
  • Persönliche Daten: Der Account bleibt bestehen, falls später eine Reaktivierung geplant ist. Wer den Account komplett löschen will, muss das im Konto unter “Konto schließen” zusätzlich anstoßen, eine normale Kündigung entfernt den Account nicht.
  • Zahlungen: Bereits abgebuchte Beträge werden in der Regel nicht erstattet, auch wenn das Abo vor dem Ende des Abrechnungszeitraums gekündigt wird. Bei einem Jahresabo mit automatischer Verlängerung greift das Widerrufsrecht nur in den ersten 14 Tagen nach Verlängerung, sofern das Abo in diesem Zeitraum nicht aktiv genutzt wurde.

Kontodaten wie Watchlist, Favoriten und Spracheinstellungen werden gespeichert und stehen nach einer Reaktivierung wieder bereit. Wer mit der Kreditkarte bezahlt hat, sollte nach der Kündigung prüfen, ob DAZN die hinterlegte Karte aus dem Profil entfernt hat. In den meisten Konten bleibt die Karte sichtbar, bis sie manuell gelöscht wird.

Pause statt Kündigung: DAZN-Account einfrieren

Nicht jeder Ausstieg ist endgültig. DAZN bietet die Möglichkeit, das Abo zu pausieren und später zu reaktivieren. Das ist vor allem in der fußballfreien Sommerpause oder nach einer verletzungsreichen Saison sinnvoll, wenn für mehrere Wochen ohnehin keine Spiele anstehen. Während der Pause wird kein Beitrag abgebucht, und der Account bleibt mit den persönlichen Einstellungen erhalten.

Die Pause ist in der Regel auf wenige Wochen oder Monate begrenzt. Wer dauerhaft kündigen will, sollte sie nicht mit einer echten Kündigung verwechseln, weil die automatische Verlängerung nach Ende der Pause wieder greift. Die genaue Dauer und die Bedingungen für die Pause sind im Konto unter “Abo verwalten” hinterlegt. Wer versucht, eine Pause außerhalb der zulässigen Zeiträume zu starten, bekommt einen Hinweis, dass das Abo stattdessen erst zum Ende der aktuellen Laufzeit pausiert werden kann.

Eine Reaktivierung ist in der Regel mit einem Klick möglich, sofern der Account noch existiert und der gewählte Tarif weiterhin angeboten wird. In Einzelfällen verlangt DAZN nach längerer Pause eine erneute Zahlungsbestätigung, etwa wenn sich das Preismodell geändert hat oder der Account in einen Free-Tier zurückgefallen ist.

Häufige Gründe für eine Kündigung

Die Gründe, warum Nutzerinnen und Nutzer ihr DAZN-Abo beenden, sind in den letzten Jahren ziemlich ähnlich geblieben. Drei Motive tauchen besonders häufig auf:

  • Preis-Leistung: Mehrmalige Preiserhöhungen und ein neues Paketmodell mit Standard-, World- und Unlimited-Stufen haben das Abo verteuert. Wer nicht alle Sportarten schaut, zahlt vergleichsweise viel für einzelne Inhalte. Gerade Gelegenheitszuschauer, die nur am Wochenende Bundesliga schauen, sehen den monatlichen Preis kritisch.
  • Inhaltslücken: Nicht jeder Wettbewerb ist bei DAZN verfügbar. Bundesliga-Spiele laufen parallel auch bei Sky, die Champions League teilt sich DAZN mit Amazon Prime, und Formel 1 ist nur teilweise im Programm. Wer ein Rundum-Paket sucht, muss mehrere Abos kombinieren und am Ende mehr bezahlen als ursprünglich geplant.
  • Technische Probleme oder Komfort: Bildqualität, App-Stabilität oder fehlende Geräteunterstützung sind ebenfalls ein Grund. Ein Wechsel zu einem Dienst, der das eigene Setup besser unterstützt, fällt vielen leichter als ein ständiger Workaround. Auch das Fehlen einer brauchbaren Desktop-Version für bestimmte Browser wird regelmäßig genannt.

Einige Nutzer kündigen außerdem, weil das sportliche Interesse nachlässt. Wer etwa nach einer Weltmeisterschaft oder einer Saison mit dem Lieblingsverein weniger Live-Sport schaut, passt das Abo an die neue Realität an. Auch Umzüge in Länder ohne DAZN-Verfügbarkeit oder längere Auslandsaufenthalte sind typische Auslöser für eine Kündigung.

Streaming-Alternativen zu DAZN

Wer aus Preis- oder Inhaltsgründen kündigt, schaut in der Regel, wo Bundesliga, Champions League und andere Wettbewerbe noch laufen. Eine pauschale Empfehlung ist schwierig, weil sich die Rechtesituation von Saison zu Saison verschiebt. Ein grober Überblick hilft bei der Einordnung:

Dienst Typische Stärke Typische Schwäche
Sky (Sport) Große Teile der Bundesliga, Formel 1, Premier League Höherer Einstiegspreis, oft Jahresbindung
Amazon Prime Video Einzelne Champions-League-Spiele, ausgewählte Live-Events Kein durchgängiges Sportpaket
RTL+ / Joyn Plus DFB-Pokal, ausgewählte Länderspiele, EM und WM im Free-TV Begrenzte Live-Sportauswahl, Fokus auf Free-TV-Inhalte
Sport1+ / MagentaSport Eishockey, Handball, 3. Liga, Basketball Schwerpunkt auf Randsportarten, weniger Mainstream

Bei der Auswahl einer Alternative spielt auch die Geräteunterstützung eine Rolle. Nicht jeder Sportstreamer läuft auf Fire TV, Sky Q oder älteren Smart-TVs stabil. Wer ein bestimmtes Setup im Wohnzimmer hat, sollte vor dem neuen Abo prüfen, ob der Wunschdienst eine App für das eigene Gerät anbietet und ob diese in den letzten Monaten aktualisiert wurde. Eine ergänzende Übersicht, wie Kündigungen bei anderen Streaming-Diensten ablaufen und welche Fristen dort gelten, liefert der Ratgeber zur Kündigung eines Streaming-Abos bei Finanzguru, der die Schritte für Monats- und Jahresabos sowie für Store-Abos Schritt für Schritt erläutert.

Was passiert, wenn die Kündigung nicht klappt

Manchmal reagiert der Support langsam, oder die Kündigung wird zunächst nicht bestätigt. In solchen Fällen hilft eine klare Eskalation:

  1. Zweiten Kündigungsversuch starten, am besten über einen anderen Kanal als beim ersten Mal. Wer online gekündigt hat, schreibt zusätzlich eine kurze E-Mail, und umgekehrt.
  2. Eingang dokumentieren. Screenshot der Online-Kündigung, Sendeprotokoll der E-Mail oder Einwurfschein der Post aufbewahren.
  3. Bank oder Kreditkartenherausgeber informieren, wenn weiterhin abgebuchte Beträge anfallen. Die meisten Banken können die Lastschrift nach einer berechtigten Kündigung zurückbuchen, sofern der Einzug nicht ausdrücklich autorisiert war.
  4. Verbraucherzentrale einschalten, wenn der Anbieter nicht reagiert. Eine außergerichtliche Beschwerde erhöht meist den Druck, weil DAZN als Anbieter in Deutschland an die geltenden Verbraucherschutzregeln gebunden ist.

Solange die Kündigung nicht bestätigt ist, sollte das Abo weiter beobachtet werden. Wer eine Kündigungsfrist verpasst, kann sie nicht nachträglich verkürzen, sondern muss bis zum nächsten regulären Termin warten. In Einzelfällen hilft ein Anruf beim Support, weil sich am Telefon schneller klären lässt, ob die Kündigung im System angekommen ist und welches Wirksamkeitsdatum hinterlegt wurde.

Steuerliche und finanzielle Aspekte der Kündigung

Wer DAZN als Geschäftskunden nutzt, etwa im Rahmen einer Sportbar oder eines Vereins, kann die Kündigung mit der Buchhaltung abstimmen. Für Privatkunden ist die Kündigung selbst steuerlich nicht relevant, weil die Abogebühren in der Regel nicht absetzbar sind. Eine Ausnahme gilt, wenn DAZN im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit als Werbe- oder Arbeitsmittel gebucht wird. In diesem Fall empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Regeln zur Betriebsausgabe und eine Rücksprache mit dem Steuerberater, weil sich die Abgrenzung zwischen privater und beruflicher Nutzung je nach Anteil verschieben kann.

Wer ein Jahresabo außerordentlich kündigen will, etwa wegen Umzug ins Ausland, sollte vorher prüfen, ob die AGB in solchen Fällen eine Sonderkündigung vorsehen. Eine einfache Preiserhöhung reicht in der Regel nicht aus, weil der Anbieter die Anpassung mit ausreichender Vorlaufzeit ankündigen muss und Kunden in einem solchen Zeitraum ein Sonderkündigungsrecht haben können.

Häufige Irrtümer rund um die Kündigung

Bei Kündigungen entstehen wiederkehrende Missverständnisse. Wer diese kennt, spart sich unnötigen Ärger.

  • “Eine E-Mail reicht immer.” Stimmt nur, wenn das Abo direkt bei DAZN läuft. Bei Store-Abos geht der Weg nur über Apple, Google oder Amazon, und DAZN hat in diesen Fällen keinen Zugriff auf die Vertragsdaten.
  • “Nach der Kündigung ist sofort Schluss.” Falsch. Bis zum Wirksamkeitsdatum bleibt der Zugang aktiv und der bereits bezahlte Zeitraum nutzbar. Wer also Anfang Januar kündigt, schaut oft noch bis Ende Januar Bundesliga.
  • “DAZN erstattet den Restmonat.” In der Regel nein, weil das Abo im Voraus bezahlt wurde. Nur bei einem wirksamen Widerruf innerhalb der ersten 14 Tage nach Verlängerung besteht ein Anspruch, und auch nur, wenn das Abo in dieser Frist nicht aktiv genutzt wurde.
  • “Eine Kündigung im Chat reicht.” Der Live-Chat ist für die erste Klärung hilfreich, eine schriftliche Bestätigung per E-Mail ist trotzdem empfehlenswert, weil Chat-Transkripte von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich lange gespeichert werden.

Auch der Glaube, eine Kündigung über das Kontaktformular auf der Webseite sei automatisch dokumentiert, ist trügerisch. Viele Anbieter verschicken erst nach interner Bearbeitung eine Eingangsbestätigung. Wer auf das Formular setzt, sollte den Vorgang zusätzlich per E-Mail wiederholen, damit der Eingang leichter belegt werden kann.

Checkliste: Vor der Kündigung erledigen

Bevor der Kündigungsbutton gedrückt wird, hilft eine kurze Liste, damit keine offenen Punkte liegen bleiben.

  • Aktuellen Vertragstyp prüfen: Monats- oder Jahresabo, inklusive Verlängerungsdatum.
  • Kündigungsfrist aus dem Konto oder den AGB notieren und mit dem Kalender abgleichen.
  • Zahlungsweg klären: direkt bei DAZN, über Apple, Google oder Amazon, oder über einen Mobilfunkanbieter.
  • Bestätigungs-E-Mail und Konto-Screenshot nach der Kündigung speichern, am besten in einem separaten Ordner.
  • Optional: Vorher prüfen, ob eine Pause für wenige Wochen ausreicht und welche Bedingungen dafür gelten.
  • Offene Inhalte notieren, die bis zum Wirksamkeitsdatum noch geschaut werden sollen, etwa laufende Serien oder Doku-Reihen.

Wer die Liste abgearbeitet hat, geht die Kündigung in der Regel in unter zehn Minuten durch. Wer unsicher ist, ob alle offenen Buchungen ausgeglichen sind, kann vor der Kündigung die letzte Rechnung im Konto herunterladen. Das Dokument hilft auch, falls nach der Kündigung versehentlich ein weiterer Beitrag abgebucht wird.

FAQ: Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis die DAZN-Kündigung wirksam wird?

Die Kündigung wird in der Regel sofort bestätigt, wirksam aber zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums. Beim Monatsabo endet das Abo mit dem letzten Tag des laufenden Monats, beim Jahresabo erst am Ende der zwölf Monate. Wer die Frist verpasst, zahlt einen weiteren Abrechnungszeitraum. Wer die Bestätigung nicht innerhalb von 48 Stunden erhält, sollte den Status im Konto erneut prüfen und beim Support nachhaken.

Kann ich DAZN monatlich kündigen?

Ja, das Monatsabo ist monatlich kündbar. Voraussetzung ist, dass die Kündigung vor der automatischen Verlängerung eingeht, also in der Regel bis sieben Tage vor dem nächsten Abrechnungsdatum. Wer später kündigt, verlängert das Abo automatisch um einen weiteren Monat und muss den vollen Beitrag für den neuen Zeitraum zahlen, auch wenn der Zugang im alten Zeitraum nicht mehr genutzt wird.

Wie kündige ich DAZN, wenn ich es über Apple gebucht habe?

In diesem Fall läuft das Abo nicht über DAZN, sondern über den App Store. Die Kündigung erfolgt auf dem iPhone unter “Einstellungen” “Apple-ID” “Abos” oder am Computer in der App Store App. DAZN kann in diesem Fall das Abo nicht selbst beenden, weil Apple als Zahlungsempfänger auftritt. Wer das Abo parallel im DAZN-Konto deaktiviert, schaltet damit nur den Login ab, nicht aber den Vertrag.

Was passiert mit meinen Downloads nach der Kündigung?

Downloads bleiben in der Regel bis zum Wirksamkeitsdatum abrufbar, solange die App mit dem aktiven Account verbunden ist. Sobald das Abo endet und der Account in den Free-Status wechselt, werden gespeicherte Inhalte gesperrt. Wer bestimmte Inhalte dauerhaft behalten will, muss sie vor dem Wirksamkeitsdatum schauen, weil DAZN keine Offline-Käufe außerhalb des aktiven Abos anbietet.

Bekomme ich nach der Kündigung mein Geld zurück?

Eine automatische Rückerstattung ist nicht vorgesehen, weil das Abo im Voraus bezahlt wurde. Ein Anspruch besteht nur, wenn das Widerrufsrecht innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss oder Verlängerung greift und das Abo in dieser Zeit nicht aktiv genutzt wurde. Bei einer Preiserhöhung kann je nach AGB ein Sonderkündigungsrecht bestehen, das eine anteilige Rückzahlung ermöglicht, sofern der Anbieter die Erhöhung nicht korrekt angekündigt hat.

Kann ich DAZN pausieren, statt zu kündigen?

Ja, im Konto unter “Abo verwalten” lässt sich das Abo für eine begrenzte Zeit pausieren. Während der Pause wird kein Beitrag abgebucht, und der Account bleibt mit den persönlichen Einstellungen erhalten. Die automatische Verlängerung läuft nach Ende der Pause weiter, sofern nicht aktiv gekündigt wird. Die zulässige Pausendauer hängt vom gebuchten Tarif ab und liegt meist zwischen vier Wochen und drei Monaten.

Hilft eine Kündigung im Live-Chat?

Der Live-Chat kann die Kündigung anstoßen, ersetzt aber keine schriftliche Bestätigung. Wer auf Nummer sicher gehen will, kündigt zusätzlich per E-Mail oder im Konto und bewahrt die Bestätigung auf. Chat-Verläufe werden bei DAZN nur zeitlich begrenzt gespeichert, deshalb ist eine separate schriftliche Bestätigung im Streitfall aussagekräftiger.

Was kostet DAZN aktuell?

Die Preise ändern sich regelmäßig und hängen vom gewählten Paket ab. Im Konto und auf der DAZN-Webseite ist der aktuelle Monats- und Jahrespreis sichtbar. Wer vor der Kündigung noch einmal vergleicht, sieht dort auch, ob ein anderes Paket günstiger wäre oder ob eine Aktion mit reduzierten Einstiegspreis verfügbar ist. Gerade beim Wechsel in ein günstigeres Paket lässt sich der monatliche Beitrag oft deutlich senken, ohne den Dienst komplett zu verlassen.

Kann ich nach der Kündigung später wieder einsteigen?

Ja, in der Regel lässt sich der Account reaktivieren oder neu anlegen. Ob ein ehemaliger Account reaktiviert werden kann oder ein neuer Account sinnvoller ist, hängt von der Dauer der Pause und dem aktuellen Preisniveau ab. Bei längerer Pause lohnt sich der Vergleich mit aktuellen Aktionen, weil Neukunden teilweise günstigere Konditionen bekommen als Bestandskunden nach einer Reaktivierung.

Was passiert mit meinen persönlichen Daten nach der Kündigung?

Der Account bleibt bestehen, falls keine zusätzliche Löschung beantragt wird. Wer seinen Account vollständig entfernen will, kann das im Konto unter “Konto schließen” anstoßen. DAZN ist nach DSGVO verpflichtet, die Daten nach der Löschung aus den aktiven Systemen zu entfernen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Einige Daten, etwa Rechnungen, bleiben für die gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungsfrist gespeichert.

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