ARD Programmänderung beim Tatort: Am Sonntag läuft ein anderer Fall

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Sonntag, kurz nach acht. Der Fernseher läuft, die Tagesschau ist vorbei und eigentlich ist klar, was als Nächstes kommt: Tatort. Für viele Zuschauer in Deutschland gehört diese kleine Routine fast so selbstverständlich zum Wochenende wie der Kaffee am Sonntagmorgen.

Am 30. August 2026 bleibt der Tatort zwar auf seinem traditionellen Platz um 20:15 Uhr. Trotzdem gibt es eine wichtige Änderung. Die ursprünglich geplante Ludwigshafener Folge “Gold” wird nicht gezeigt. Stattdessen sendet Das Erste “Tatort: Roomservice” aus dem Jahr 2015.

Der Grund für die ARD Programmänderung beim Tatort ist traurig. Der Sender erinnert mit der Folge an den verstorbenen Schauspieler Andreas Hoppe. Er war über zwei Jahrzehnte als Mario Kopper an der Seite von Lena Odenthal zu sehen und gehört für viele Fans bis heute fest zum Ludwigshafener Tatort.

Damit ändert die ARD nicht einfach irgendeinen Krimi gegen einen anderen aus. Sie holt bewusst eine Episode zurück, in der Hoppe als Kopper noch einmal Teil des vertrauten Ermittlerteams ist.

Und falls Sie sich gerade fragen, was nun mit “Gold” passiert: Ganz verschwunden ist der Film nicht. Nach dem aktuell veröffentlichten Programm taucht er bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder im Ersten auf.

Was ändert die ARD am 30. August 2026 genau?

ZeitUrsprünglich beziehungsweise aktuell
20:15 UhrStatt “Tatort: Gold” läuft “Tatort: Roomservice”
21:45 UhrDas reguläre Abendprogramm geht weiter
30. auf 31. AugustDie geplante Primetime-Ausstrahlung von “Gold” entfällt
1. September, 00:15 Uhr“Tatort: Gold” ist aktuell für eine spätere Ausstrahlung gelistet

Der wichtigste Punkt also zuerst: Der Tatort fällt nicht aus.

Wer am Sonntag um 20:15 Uhr einschaltet, bekommt weiterhin einen 90-minütigen Ludwigshafener Krimi. Nur die Folge ist eine andere.

Gerade bei Programmänderungen entstehen schnell Missverständnisse. Eine Meldung wie “ARD ändert Tatort-Programm” klingt zunächst so, als würde der komplette Krimiabend gestrichen oder auf eine andere Uhrzeit verschoben.

Diesmal ist es deutlich einfacher.

Der Sendeplatz bleibt. Das Ermittlerteam aus Ludwigshafen bleibt ebenfalls. Nur der konkrete Fall wird ausgetauscht.

Warum wurde “Tatort: Gold” aus dem Sonntagabend genommen?

Die Änderung steht im Zusammenhang mit dem Tod von Andreas Hoppe.

Der Schauspieler starb am 17. August 2026 im Alter von 66 Jahren. Bekannt wurde sein Tod wenige Tage später. Hoppe war vor allem durch eine Rolle bekannt, die ihn über einen erstaunlich langen Zeitraum begleitete: Mario Kopper.

Von 1996 bis 2018 gehörte er zum Ludwigshafener Tatort und ermittelte gemeinsam mit Lena Odenthal, gespielt von Ulrike Folkerts.

57 Tatort-Folgen kamen in dieser Zeit zusammen.

Das ist eine Zahl, bei der man kurz hängenbleibt. Für jüngere Zuschauer ist ein Ermittler vielleicht eine Figur aus einigen Sonntagskrimis. Für Menschen, die den Tatort schon seit den 1990ern schauen, war Kopper dagegen über viele Jahre schlicht Teil des Sonntagabends.

Die ARD hat deshalb entschieden, den geplanten Sendeablauf zu ändern und einen älteren Fall mit Andreas Hoppe zu zeigen.

Solche Änderungen sind im Fernsehen nicht ungewöhnlich. Nach dem Tod eines Schauspielers, Moderators oder einer anderen prägenden Persönlichkeit greifen Sender häufig noch einmal auf Produktionen zurück, die eng mit dieser Person verbunden sind.

Hier passt das besonders gut, weil ohnehin ein Ludwigshafener Tatort vorgesehen war.

Welcher Tatort läuft am Sonntag wirklich?

Am Sonntag, 30. August 2026, um 20:15 Uhr zeigt Das Erste “Tatort: Roomservice”.

Der Film stammt aus dem Jahr 2015 und führt zurück in eine Phase, in der Mario Kopper noch fest zum Ludwigshafener Team gehörte.

Lena Odenthal ermittelt gemeinsam mit Kopper in einem Todesfall in einem Hotel. Eine junge Mitarbeiterin stürzt im Treppenhaus und stirbt. Was zunächst wie ein Unfall wirken könnte, entwickelt sich schnell zu einem Kriminalfall.

Mehr muss man vor der Ausstrahlung eigentlich gar nicht wissen.

Denn gerade bei einem alten Tatort besteht die Gefahr, dass man bei der Suche nach ein paar Informationen plötzlich die komplette Auflösung serviert bekommt. Nicht ideal, falls man die Folge vergessen oder tatsächlich noch nie gesehen hat.

Interessant ist etwas anderes: Die ARD hat nicht die letzte Kopper-Folge ausgewählt, sondern einen Fall aus der gemeinsamen Ermittlungszeit von Odenthal und Kopper.

Dadurch steht nicht der Abschied der Figur im Mittelpunkt. Man sieht das Team noch einmal so, wie es viele Zuschauer über Jahre kannten.

Wer ist in “Tatort: Roomservice” zu sehen?

  • Ulrike Folkerts spielt Hauptkommissarin Lena Odenthal.
  • Andreas Hoppe ist als Mario Kopper zu sehen.
  • Lisa Bitter spielt Johanna Stern.
  • Peter Espeloer gehört als Peter Becker zum bekannten Ludwigshafener Umfeld.
  • Annalena Schmidt ist als Edith Keller dabei.
  • Suzanne von Borsody und Peter Sattmann gehören zu den Gästen des Falls.

Wer heutige Ludwigshafener Tatorte gewohnt ist, merkt dabei sofort: Das Team sieht anders aus als in den aktuellen Folgen.

Genau darin steckt ein Teil des nostalgischen Reizes.

Fernsehkrimis verändern sich oft so langsam, dass man den Wandel im Alltag kaum bemerkt. Man schaut jedes Jahr mehrere neue Fälle, Figuren kommen dazu, andere verschwinden – und irgendwann wirkt eine zehn Jahre alte Folge wie eine kleine Zeitreise.

Frisuren, Autos, Smartphones, Bildsprache, Dialogtempo. Alles ist nur ein bisschen anders. Zusammen ergibt es plötzlich sehr viel.

Mario Kopper war viel mehr als nur der zweite Ermittler

Lena Odenthal ermittelt bereits seit 1989 im Tatort und gehört zu den langlebigsten Figuren der Reihe. Mario Kopper kam einige Jahre später dazu.

1996 hatte Andreas Hoppe seinen ersten Auftritt in der Rolle.

Was danach entstand, war weniger das klassische Schema “Kommissarin plus Assistent”. Kopper entwickelte sich über die Jahre zu einem vertrauten Gegenpol zu Odenthal.

Die Figuren kannten ihre Macken. Sie stritten, arbeiteten zusammen und hatten eine Beziehung, die manchmal fast familiär wirkte.

Kopper war außerdem nicht als glatter Fernsehermittler angelegt. Seine italienischen Wurzeln, seine Leidenschaft für Essen, sein Temperament und sein manchmal etwas pragmatischer Umgang mit Situationen machten ihn leicht wiedererkennbar.

Und das ist bei einer Reihe wie dem Tatort wichtig.

Ein einzelner Kriminalfall dauert rund 90 Minuten. Das Verhältnis zwischen den Ermittlern entsteht dagegen über Jahre. Zuschauer kommen nicht nur wegen der Frage zurück, wer den Mord begangen hat. Sie kommen auch zurück, weil sie wissen möchten, wie sich die bekannten Figuren diesmal miteinander schlagen.

2018 war für Kopper Schluss

Nach mehr als 20 Jahren endete Andreas Hoppes Zeit im Ludwigshafener Tatort Anfang 2018.

Sein Abschiedsfilm trug passend den schlichten Titel “Kopper”.

Die Figur bekam damit einen Fall, in dem sie selbst stärker im Mittelpunkt stand. Danach setzte Lena Odenthal ihre Arbeit ohne ihren langjährigen Kollegen fort.

Für Stammzuschauer war das ein deutlicher Einschnitt.

So etwas fällt beim Tatort stärker auf als bei vielen anderen Serien. Die Reihe besitzt schließlich kein einziges festes Team. Sonntag für Sonntag wechseln Städte, Ermittler und Senderanstalten.

Gerade deshalb entsteht eine besondere Bindung an einzelne Konstellationen.

Münster fühlt sich anders an als München. Köln anders als Wien. Und Ludwigshafen mit Kopper fühlte sich anders an als Ludwigshafen ohne Kopper.

Der SWR hatte sein Programm bereits vorher geändert

Die Änderung im Ersten am Sonntag ist nicht die erste Reaktion auf den Tod des Schauspielers.

Bereits am Mittwoch, 26. August, hatte der SWR sein Programm angepasst. Gezeigt wurde der Abschiedsfall “Kopper” aus dem Jahr 2018.

Auch “Die kleine Zeugin”, ein älterer Tatort mit Lena Odenthal und Mario Kopper, wurde in diesem Zusammenhang wieder ins Programm genommen beziehungsweise für Zuschauer erneut verfügbar gemacht.

Wer Andreas Hoppe also noch einmal als Kopper sehen möchte, bekommt derzeit ungewöhnlich viele Möglichkeiten dazu.

Das hat einen angenehmen Nebeneffekt: Man erinnert sich nicht nur an die bekanntesten Szenen einer Figur, sondern sieht, wie sich der Tatort selbst über die Jahre verändert hat.

Was passiert mit “Tatort: Gold”?

Das ist wahrscheinlich die zweithäufigste Frage nach der eigentlichen Programmänderung.

“Gold” war für Sonntag um 20:15 Uhr angekündigt und wird dort nun durch “Roomservice” ersetzt.

Der Film verschwindet aber nicht komplett aus dem Programm.

Nach dem aktuell veröffentlichten Sendeplan des Ersten ist “Tatort: Gold” in der Nacht zum 1. September um 00:15 Uhr vorgesehen.

Das ist natürlich ein deutlich ungemütlicherer Termin als Sonntag 20:15 Uhr.

Wer montags früh aufstehen muss, wird vermutlich nicht begeistert bis kurz vor zwei Uhr nachts vor dem Fernseher sitzen.

Aber hier kommt die Mediathek ins Spiel. Bei Tatort-Ausstrahlungen lohnt sich ohnehin ein Blick in das aktuelle Streamingangebot, weil viele Folgen zeitweise online verfügbar sind.

Wichtig ist nur: Verfügbarkeiten können sich ändern. Eine Folge, die heute in der Mediathek auftaucht, muss dort nicht unbegrenzt bleiben.

Darum geht es in “Tatort: Gold”

Interessanterweise wäre “Gold” ebenfalls ein Ludwigshafener Fall gewesen.

Lena Odenthal und Johanna Stern untersuchen darin das Verschwinden eines Bankfilialleiters. Die Ermittlungen führen zu rätselhaften alten Goldmünzen und schließlich zu einer Geschichte rund um einen möglichen historischen Schatz.

Das Ganze spielt teilweise mit dem Mythos des Nibelungengoldes.

Der Film besitzt damit einen deutlich anderen Ton als ein klassischer Alltagskrimi.

Wer sich genau auf diesen Fall gefreut hat, muss also nicht davon ausgehen, dass die ARD ihn dauerhaft gestrichen hat. Lediglich der prominente Sonntagabendtermin wird für die Erinnerung an Andreas Hoppe freigemacht.

ARD Programmänderung Tatort: Was bleibt am Abend gleich?

Eine Programmänderung kann einen ganzen Abend verschieben. Muss sie aber nicht.

Diesmal passt der Ersatz ziemlich sauber in das vorhandene Raster.

“Roomservice” läuft von 20:15 bis 21:45 Uhr. Damit bleibt der nachfolgende Beginn um 21:45 Uhr nach aktuellem Plan erhalten.

SendungUhrzeit am 30. August
Tagesschau20:00 Uhr
Tatort: Roomservice20:15 Uhr
Nachfolgende Sonntagssendung21:45 Uhr
Tagesthemen22:45 Uhr
ttt – titel thesen temperamente23:05 Uhr

Wer also erst später am Abend einschalten möchte, muss nach derzeitiger Planung nicht mit einer größeren Verschiebung rechnen.

Das unterscheidet diesen Wechsel von Programmänderungen wegen Live-Sport oder besonders langen Sondersendungen. Dort kann eine Verschiebung von zehn Minuten schnell die nächsten drei Sendungen mitziehen.

Warum wird der Sonntagstatort überhaupt so aufmerksam verfolgt?

Bei kaum einem anderen deutschen Fernsehformat sorgt eine ausgetauschte Wiederholung für so viel Aufmerksamkeit.

Das liegt am besonderen Platz des Tatorts.

Die Krimireihe läuft seit 1970. Es gibt verschiedene Ermittlerteams, unterschiedliche Städte und sehr verschiedene Arten, einen Kriminalfilm zu erzählen.

Ein Tatort kann düsterer Thriller sein. Eine Woche später folgt fast eine Krimikomödie. Danach kommt vielleicht ein stilles Familiendrama mit Mordfall.

Trotzdem steht über allem derselbe Titel.

Und vor allem dieselbe Uhrzeit: Sonntag, 20:15 Uhr.

Diese Konstanz ist ungewöhnlich wertvoll geworden.

Streaming hat unser Fernsehverhalten verändert. Eine Serie beginnt nicht mehr zwingend um 20:15 Uhr. Man startet sie um 20:23 Uhr, pausiert nach zwölf Minuten und schaut am nächsten Morgen weiter.

Der Tatort funktioniert für viele Zuschauer noch anders.

Man schaut gleichzeitig.

Man schreibt Freunden während der Folge.

Man diskutiert über den Täter.

Und spätestens gegen 21:40 Uhr weiß halb Deutschland plötzlich ganz genau, wie professionelle Ermittlungsarbeit eigentlich hätte aussehen müssen.

Warum alte Tatorte erstaunlich gut als Gedenksendung funktionieren

Eine klassische Rückschau über einen Schauspieler kann informativ sein. Interviews, Archivbilder, Ausschnitte, Kollegen, Erinnerungen.

Aber eine alte Folge macht etwas anderes.

Sie zeigt die Person noch einmal bei der Arbeit.

Kein langer Kommentar erklärt, warum Mario Kopper wichtig war. Man sieht es.

Die vertraute Stimme ist wieder da. Die Dynamik mit Lena Odenthal ebenfalls. Plötzlich erinnert man sich vielleicht daran, in welcher Wohnung man selbst 2015 diesen Tatort gesehen hat oder mit wem man damals sonntagabends vor dem Fernseher saß.

Fernsehen funktioniert manchmal wie ein altes Fotoalbum, nur mit 90 Minuten Laufzeit.

Gerade bei einer Rolle, die mehr als zwei Jahrzehnte existierte, ergibt das Sinn.

Was sollte man bei kurzfristigen ARD-Programmänderungen prüfen?

  • Auf das genaue Datum achten. Suchergebnisse zu älteren Tatort-Änderungen bleiben oft lange online.
  • Nicht nur den Filmtitel prüfen, sondern auch die Uhrzeit. Manchmal wird eine Folge lediglich verschoben.
  • Bei kurzfristigen Änderungen die aktuelle Programmübersicht ansehen.
  • Zusätzlich prüfen, ob die ursprünglich geplante Folge später am Abend oder an einem anderen Tag läuft.
  • Bei Mediathek-Inhalten auf die jeweilige Verfügbarkeit achten.

Vor allem der erste Punkt ist wichtig.

Wer einfach “ARD Programmänderung Tatort” sucht, landet schnell bei Meldungen aus völlig unterschiedlichen Jahren. Mal wurde ein Krimi wegen eines aktuellen Ereignisses verschoben, mal gab es Sport, mal wurde eine Wiederholung ausgetauscht.

Das Datum gehört deshalb immer zur eigentlichen Antwort.

Wann läuft der nächste Tatort nach diesem Sonntag?

Auch nach dem geänderten Sonntagabend geht die Reihe natürlich weiter.

Für den 6. September ist in der ARD-Programmplanung “Tatort: Das Ende der Nacht” aus Saarbrücken gelistet.

Der Fall beginnt mit einem Überfall auf einen Geldtransporter und einer Explosion. Im Mittelpunkt stehen die Saarbrücker Ermittler Leo Hölzer, Adam Schürk und Pia Heinrich.

Wer also nach der Sommerphase auf weitere Tatort-Abende wartet, muss nicht lange pausieren.

Und genau hier sieht man den Unterschied zwischen einer einmaligen Programmänderung und einer grundsätzlichen Änderung des Sendeplatzes.

Der Sonntag um 20:15 Uhr bleibt das Zuhause des Tatorts.

Wie aktuell sind Online-TV-Programme eigentlich?

Hier gibt es einen kleinen Haken, den viele Zuschauer schon erlebt haben.

Programmänderungen verbreiten sich nicht überall gleichzeitig.

Ein Sender kann einen Austausch bereits beschlossen haben, während ein älterer elektronischer Programmführer noch einige Stunden den ursprünglichen Film anzeigt.

Das passiert bei Fernsehern, TV-Apps und sogar verschiedenen Online-Programmseiten.

Der Grund ist simpel: Programmdaten werden über unterschiedliche Systeme verteilt und nicht jede Plattform aktualisiert im selben Moment.

So kann auf einem Gerät noch “Tatort: Gold” stehen, während die neuere Vorschau bereits “Roomservice” anzeigt.

Das ist kein mysteriöses Doppelprogramm.

Es ist schlicht ein Update, das noch nicht überall angekommen ist.

Was tun, wenn der Fernseher noch “Gold” anzeigt?

Keine Panik. Und bitte nicht anfangen, den Smart-TV neu einzurichten.

Bei einer kurzfristigen Änderung kann die elektronische Programmzeitschrift des Geräts veraltet sein.

Entscheidend ist die aktuelle Senderplanung.

Für Sonntag ist “Roomservice” um 20:15 Uhr als Gedenkausstrahlung vorgesehen.

Wenn der EPG am Samstag oder sogar Sonntagmorgen noch den alten Titel zeigt, kann er sich später automatisch aktualisieren.

Manchmal geschieht das erst relativ kurz vor der Ausstrahlung.

Warum gerade “Roomservice”?

Die ARD hätte aus zahlreichen Folgen mit Mario Kopper wählen können.

57 Einsätze geben schließlich genug Material her.

“Roomservice” stammt aus einer Phase, in der Kopper noch selbstverständlich Teil des Teams war. Der Film zeigt ihn nicht als Figur, die sich gerade verabschiedet, sondern mitten im Ermittleralltag.

Das macht die Auswahl nachvollziehbar.

Zudem steht mit Lena Odenthal eine Figur an seiner Seite, mit der Andreas Hoppe über Jahrzehnte im Fernsehen verbunden war.

Eine Gedenkausstrahlung muss schließlich nicht automatisch die traurigste verfügbare Folge sein.

Manchmal ist eine normale Geschichte sogar passender. Sie zeigt den Schauspieler so, wie Zuschauer ihn kannten.

Der Ludwigshafener Tatort hat sich seitdem deutlich verändert

Wer “Roomservice” am Sonntag sieht und danach einen aktuellen Ludwigshafener Tatort einschaltet, bemerkt schnell den Unterschied.

Mario Kopper ist nicht mehr da. Andere Figuren haben mehr Gewicht bekommen. Johanna Stern, gespielt von Lisa Bitter, gehört inzwischen fest zur Welt rund um Lena Odenthal.

Auch die Art, wie Krimis erzählt werden, verändert sich über zehn Jahre.

Kameras bewegen sich anders. Dialoge sind anders geschnitten. Gesellschaftliche Themen verändern sich. Sogar Polizeibüros sehen irgendwann plötzlich altmodisch aus, obwohl sie beim ersten Anschauen vollkommen normal wirkten.

Das macht Wiederholungen spannender, als das Wort “Wiederholung” klingt.

Man sieht nicht nur denselben Fall noch einmal. Man sieht ein Stück Fernsehgeschichte mit Abstand.

Warum verschwinden geplante Sendungen manchmal so kurzfristig?

Ein Fernsehprogramm wird Wochen im Voraus geplant. Trotzdem bleibt es veränderbar.

Sender müssen reagieren können.

Manchmal betrifft das Live-Sport. Manchmal verlängert sich eine Übertragung. Manchmal wird nach dem Tod einer bekannten Persönlichkeit das Programm angepasst. Und manchmal wird eine ursprünglich geplante Produktion auf einen anderen Termin gelegt.

Typische Gründe sind:

  • Live-Ereignisse mit nicht exakt planbarer Dauer.
  • Gedenkprogramme nach dem Tod bekannter Persönlichkeiten.
  • Besondere Sportübertragungen.
  • Programmstrategische Änderungen des Senders.
  • Kurzfristige Verschiebungen einzelner Filme oder Serienfolgen.

Beim Tatort am 30. August ist der Anlass eindeutig: Die ARD erinnert an Andreas Hoppe.

Deshalb bleibt auch das Genre gleich. Statt eines anderen Unterhaltungformats bekommt das Publikum einen älteren Ludwigshafener Tatort mit Mario Kopper.

FAQ zur ARD Programmänderung beim Tatort

Welcher Tatort läuft am Sonntag, 30. August 2026?

Das Erste zeigt am 30. August um 20:15 Uhr “Tatort: Roomservice” aus dem Jahr 2015. In der Folge ermitteln Lena Odenthal und Mario Kopper gemeinsam in einem Todesfall in einem Hotel.

Warum läuft “Tatort: Gold” nicht wie geplant?

Die ARD hat den Sonntagabend kurzfristig geändert, um an den verstorbenen Schauspieler Andreas Hoppe zu erinnern. Deshalb wurde “Gold” durch einen älteren Tatort mit seiner Figur Mario Kopper ersetzt.

Ist der Tatort am Sonntag komplett ausgefallen?

Nein. Der traditionelle Sendeplatz um 20:15 Uhr bleibt bestehen. Es wird lediglich eine andere Tatort-Folge ausgestrahlt.

Wann läuft “Tatort: Gold” jetzt?

Nach dem aktuell veröffentlichten Programm ist “Tatort: Gold” für den 1. September um 00:15 Uhr im Ersten vorgesehen. Bei kurzfristigen Änderungen lohnt sich trotzdem ein erneuter Blick auf den aktuellen Sendeplan.

Wer war Andreas Hoppe im Tatort?

Andreas Hoppe spielte von 1996 bis 2018 den Ludwigshafener Ermittler Mario Kopper. Er war in insgesamt 57 Tatort-Folgen an der Seite von Ulrike Folkerts als Lena Odenthal zu sehen.

Kann man alte Tatorte mit Mario Kopper online sehen?

Mehrere ältere Folgen tauchen regelmäßig in der ARD Mediathek auf. Welche Filme gerade verfügbar sind, ändert sich allerdings, da einzelne Titel unterschiedliche Abrufzeiträume haben.

Wann kommt nach der Programmänderung der nächste Tatort?

Für Sonntag, den 6. September 2026, ist “Tatort: Das Ende der Nacht” aus Saarbrücken gelistet. Damit geht der gewohnte Sonntagabend-Sendeplatz bereits eine Woche später weiter.

Fazit: Der Tatort bleibt – nur der Fall ändert sich

Wer am 30. August um 20:15 Uhr Das Erste einschaltet, muss seine Sonntagabendpläne nicht ändern.

Der Tatort läuft.

Nur eben nicht der ursprünglich angekündigte.

Statt “Gold” zeigt die ARD “Roomservice” aus dem Jahr 2015. Damit erinnert der Sender an Andreas Hoppe, der als Mario Kopper mehr als zwei Jahrzehnte zum Ludwigshafener Tatort gehörte.

Die Entscheidung ist nachvollziehbar.

57 Folgen lang war Hoppe Teil einer der bekanntesten Ermittlerkonstellationen der Reihe. Für viele Zuschauer war Kopper keine Nebenfigur, sondern ein fester Bestandteil des Ludwigshafener Teams.

Und so bekommt ein normaler Wiederholungsabend plötzlich eine andere Bedeutung.

Man schaut nicht nur einen alten Kriminalfall. Man sieht noch einmal Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe als Lena Odenthal und Mario Kopper nebeneinander ermitteln.

“Tatort: Gold” wird dafür nicht dauerhaft gestrichen. Der Film ist nach dem aktuellen Programmdatensatz für die Nacht zum 1. September vorgesehen.

Auch der restliche Sonntagabend bleibt weitgehend auf seinem bekannten Zeitplan. “Roomservice” endet gegen 21:45 Uhr, danach geht das reguläre Programm weiter.

Für Tatort-Fans ist diese ARD Programmänderung also ungewöhnlich, aber unkompliziert.

Kein neuer Sendeplatz. Kein kompletter Ausfall. Kein Rätsel um 20:15 Uhr.

Nur ein anderer Fall – und ein Wiedersehen mit einem Ermittler, der viele Jahre zum Sonntagabend gehörte.

Vielleicht ist genau das der passende Abschied.

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